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sabsimausi6666 » blog » *KrOcHa*

*KrOcHa*

     
03.11.2007 21:46

Oida biSt a krOcHa, bLeiBst a krOcHa!

Sprache im Alltag:

Oida: Satz/Wortergänzung (egal in welchem Fall), zu Beginn und am Ende eines jeden Satzes/Wortes, oft auch mitten in einem Satz

einekrochen: hinein gehen

krochn: Ableitung von „einekrochen“ (reinkrachen)
z.B.: Heast gestern bin i no in a leiwandes Festl einekrocht.
Oder in die Nachtschicht einekrocht.
Daraus wurde „in die Nachtschicht einekrochn“ und dann vereinfacht nur mehr krochn.
Manchmal bedeutet es auch: feiern, tanzen, party machen

Schichtln: In die Nachtschicht gehen und party machen

gemma krochn: gehen wir fort (z.B. in div. Diskotheken oder Festln)

kroch ma eine in die Hittn: gehen wir in die Disco

braQ: ich packs nicht

bam: sinnlose Phrase, oft zu finden in Verbindung „bam oida“

oAo: One and only

fiiX: sicher

ua (ur): Verstärkungswort im Wortschatz eines Krochas

schaust ua bombä aus: siehst sehr hübsch aus

Bum zua: fett, blau, stock besoffen

komm gib erm: geht schon…zeigs mir

Hawara: Freund (wienerischer Ausdruck), besonders bevorzugt im Zusammenhang mit „Hawara i pock die ned“ (Freund ich halt dich nicht aus)

oLLabestaH/oLLabestäH: aller bester/beste Freund/in des Krochas, bevorzugt mit vielen „ä“ und „h“ geschrieben

Styla: King, der coolste, …

Patient: Schichtgänger


Personenbezeichnung:

Krocha: eine Ableitung von lassen wir es krachen
Ein Krocha geht gerne shoppen oder ins Solarium. Am Abend macht er mit seinen Freunden verschiedene Diskotheken „unsicher“, er geht „krochen“.

Krocharin [Die Mädels]: Blonde (meistens mit schwarzem Untergrund) oder schwarze Haare, Solarium gebräunt, Gelnägel, Haarreifen, die Stirnfransen schief geschnitten, das fast durchsichtige Shirt mit dem Blumenmuster (gibt es in schwarzn, braun, rosa, gelb ect.) und nicht zu vergessen das gewisse Piercing in der Oberlippe oder rechts/links in der Unterlippe

Weiter Eigenschaften:
Die Kultur des „krochens“ wird von Generation zu Generation weitergegeben, so erziehen z.B. die älteren ihre Brüder und Schwestern zu typischen „Krochern“ bzw. „Nachtschicht Fotzen“, die mit 12 schon aussehen wie 17


Krocha Aufenthaltsorte:

Soli: Solarium

Schicht: Abkürzung für Nachtschicht (bevorzugte Discothek des Krocha)
Die zwei beliebtestes Standorte sind bei Discotheken in Wien (Donauplex und SCS).


Beleidigungen/Beschimpfungen:

fetz/tricker man oida: schlagen wir ihn

Huankind oida: Hurensohn (der Sohn einer Prostituierten), Kraftausdruck!!! Hier wieder das allzeit beliebte „Oida“ am Ende von einem Wort/Satz (siehe Punkt 2.)

bist deppat: bist du noch beisinnen


Sonstiges:

Voku/Vokii: Vokuhila (vorne kurz hinten lang), spezieller Haarschnitt der vor allem in den 70er Jahren und 80er seinen Aufschwung erlebte, nach einer Pause des Trends wird jetzt der so genannte Vokuhila bei jungen Personen, den Krochern, wieder modern; eventuell auch mit blonden Stränchen

Adidas bock: Beinbekleidung eines/r Krocher/in


Schreibweise eines Krochers:

vIeLe abWecHseLnd gRoßE uNd kLeInE BucHsTabEn!

„z“ muss durch ein „c“ und „a“ bzw. „i“ durch ein „ä“ oder „y“ ersetzt werden. Bsp.: buccäää oder buzzyyy (für bussi)

„u“ durch ein „ü“ und „b“ durch ein „p“. Bsp.: lüp dich (ich liebe dich)

Es gibt mehrere Schreibvarianten eines jeden Wortes, die aber nur ein richtiger eingeschulter Krocha kennt, ähnelt stark einer Geheimsprache, da sie kein normal sterblicher versteht.

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